Die Schulnoten und das Leben

Ich war immer „Sehr Gut“ in der Schule.

Das heißt aber nicht, dass auch mein heutiges Leben immer „Sehr Gut“ ist.

Im Gegenteil. Meine Laune ist manchmal nur „Genügend“, mein Schlaf „Befriedigend“; Besonders im Herbst funktioniert mein Immunsystem gerne „Nicht Genügend“. Meine Bemühungen nachhaltig zu leben sind „Befriedigend“. Ich strenge mich „Nicht Genügend“ an endlich Vegetarierin zu werden. Und meine Freizeit nutze ich nur „Gut“.

Warum genau verdonnern wir Kinder diesem „Sehr Gut“ hinterherzujagen?

Macht es denn glücklich „Sehr Gut“ zu sein? Und unglücklich, nur „Befriedigend“?

Mich macht es glücklich, dass ich ein Dach über dem Kopf habe.

Und überglücklich dass ich jemanden gefunden habe, mit dem ich diesen Ort teilen kann.

Ich denke dankbar an meine Hand voll  Freunde, die mich schon seit vielen Jahren auf meinem Weg begleiten.

Ich bin froh, dass meine Eltern gesund sind. Dass ich sie auch heute noch, als Erwachsene, jederzeit um Hilfe bitten kann.

Ich bin glücklich zwei wunderbare Schwestern zu haben die wie zwei beste Freundinnen freiwillig für mich da sind und nicht nur, weil wir blutsverwandt sind.

Ich bin froh einen Beruf gefunden zu haben, den ich mit meinen Talenten und Neigungen gut meistern kann. Dass mein Gehalt bis zum Ende des Monats reicht macht mein Leben um einiges leichter.

Ich freue mich dass es wirklich einen Menschen gibt, der mich „Beste Freundin“ nennt.

Ich bin glücklich mich als Mensch weiterzuentwickeln, einige mutige Entscheidungen getroffen zu haben und mich an besondere Erlebnisse erinnern zu dürfen, die mir niemand mehr weg nehmen kann.

Manche der Dinge, die mich glücklich machen kann man nicht einmal kaufen. Bei anderen helfen vielleicht einige der Kompetenzen, die man in der Schule erwirbt aber fast alles kann man auch mit schlechten Noten schaffen.

Was macht Kinder nun wirklich glücklich?
Gute Noten?
Und was macht sie zu zufriedenen Erwachsenen?

 

Was macht dich glücklich? Erzähl‘ mir davon!

Ich freu mich dass du da warst! Bis bald!

 

Vici

Foto: Patrick Daxenbichler

2 Kommentare bei „Die Schulnoten und das Leben“

  1. Ohja, vor allem das Streben nach diesem „falschen“ Glück, macht nicht glücklich! Das Ziel ist es, anzukommen und anzunehmen was ist. Die Gegenwart zu akzeptieren, anzunehmen und sich darin fallen zu lassen. Das Glück nicht mehr in der Zukunft zu suchen, denn die Zukunft ist kann lange dauern – es gibt immer Verbesserungsmöglichkeiten. ?

    1. Genau. „Besser“ werden könnte man immer. Und dann? Als Erwachsener merkt man irgendwann, dass diese Bewertungen zu nichts führen. Auch „besser“, „klüger“, mit „mehr“ oder „schneller“ ist man meist nicht glücklicher als zuvor.

Schreibe einen Kommentar