Was ich heute gemacht habe

Ich war heute zu Hause. An einem ganz normalen Arbeitstag.

Was ich gemacht habe?

Ich habe geputzt, ein paar Blumenzwiebel gepflanzt; Ich habe Essen gekocht, gestrickt, gelesen, Tee getrunken;

In der Sonne saß ich, las am Handy Nachrichten, sinnlos durch die sozialen Medien gewischt hab ich mich auch.

Den Müll hab ich außerdem raus getragen. Am Weg, beide Hände voll, habe ich Eltern mit ihrem Kind getroffen. Das Kind musste für mich stehen bleiben, damit ich mit angemessenem Abstand vorbei gehen kann. Die Eltern des Kindes wollten es so.

Alle sind so diszipliniert, halten sich an die Maßnahmen die unsere Regierung getroffen hat.

Hättest du gedacht dass das so einfach funktioniert? Ich bin stolz. Darf ich das sein?

Heute ist kein einziges Kind in den Kindergarten gekommen. Wir wären da gewesen. Wie haben die Eltern das heute geschafft? Ich hatte mir schon überlegt wie ich es mache, einen angemessenen Abstand zu den Kindern zu halten.

Wie wohl die Erde in einigen Wochen auf Satellitenbildern aussieht?

Die Welt wartet.

Während ich die Blumen gieße, einen Blogbeitrag schreibe, die Fenster putze, mit meiner Oma telefoniere, meinen Frühstückskaffee trinke, wird die Luft sauber, spielen Eltern mit ihren Kindern, sind junge Menschen den ganzen Tag daheim, ist alles ganz ruhig, werden Fernreisen abgesagt, ist das Passieren von Grenzen nicht mehr möglich, werden Menschen krank, sind Ärzte gefordert, halten alle zusammen, ist der Virus nun auch in Afrika, trifft hoffentlich nicht die Flüchtlinge in Griechenland die hoffnungslos da festsitzen, sind Berufe plötzlich wichtig die sonst kaum Beachtung finden, merken wir wie wichtig unsere Bauern sind, haben manche Menschen zehn Packungen Klopapier obwohl Corona keine Durchfallerkrankung ist;

Bleib gesund!

Deine Vici

Foto: Patrick Daxenbichler

 

 

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